Solares Kochen! Die Chance zum Klimaschutz in der 3. Welt?

Worum es uns geht: Klimaschutz, erneuerbare Haushaltsenergien, insbesondere erschwingliche Energie zum Kochen, Natur- und Umweltschutz. Aber womit kochen? Dies ist vor allem eine wirtschaftliche Frage. Gebraucht wird thermische Energie; gefördert werden jedoch fast ausschließlich Energieformen, die zu Elektrizität als Endenergie führen, wie Photovoltaik.

Die Afrikaner kochen meist solar. In der Nähe des Äquators kann man sogar ein Spiegelei auf einem Stein braten. In unseren Breitengraden erkennen zunehmend mehr Menschen auch die Möglichkeiten, solar zu kochen. Man kann ungeheuer viel Energie damit sparen und tut zugleich sehr viel für die Umwelt. Wenn alle Haushalte nach dem Prinzip solar kochten, dann hätte man in Europa 20 bis 30 Prozent weniger Verbrauch an Energie. Solares Kochen basiert auf einem ganz einfachen Prinzip.

Durch Glasscheiben fallen die Sonnenstrahlen auf den Kocher, den man sich meist noch selbst bauen muss. In Zunft wird es aber mit Sicherheit Firmen geben, die diesen Kocher bauen und vertreiben werden. Die Strahlen bündeln sich auf dem Kocher, der sich in der Kiste aus Kunststoff auf einer schwarzen Fläche befindet und verwandeln sich aus Licht in Wärmeenergie. Diese Wärmeenergie wird durch die Glasscheibe auch in der Kiste fest gehalten.

Die Effektivität des Kochens in der Kiste lässt sich durch reflektierendes Material eines Spiegels oder Schildes noch steigern. Dieser Spiegel sollte so angebracht sein, dass er weitere Sonnenstrahlen einfängt und in die Kocher Kiste die wie ein Parabolsüiegel gebaut ist reflektiert. Ganz schnell wird dann eine Temperatur von 90 Grad Celsius. So ein Ofen ist für sanftes Garen hervorragend geeignet. Es kann hier in Stahlkochtöpfen Suppe gekocht werden. Auch Gemüse und Fleisch lassen sich so garen und behalten sogar ihre ursprüngliche Farbe bei. Auch ist ein Garen bei 80 bis 90 Grad Celsius viel gesünder, denn die Speisen behalten ein hohes Maß an Vitaminen, die anders oft verloren gehen und sind bekömmlicher. Das Anbraten geht allerdings so noch nicht. Aber Aufwärmen und Warmhalten sind gar kein Problem, selbst an Wolken reicheren Tagen.

UN-Klimaschutzkonferenz

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Maßnahmen, die der globalen Erwärmung, welche der Mensch verursacht hat, entgegen wirken, fallen unter den Sammelbegriff Klimaschutz. Die Erderwärmung ist nicht zu stoppen. Sie ist nur zu begrenzen und abzumildern, durch Geo-Engineering, oder durch Reduzierung des Verbrauchs, der durch die Benutzung fossiler Brennstoffe entsteht. Katastrophenvorsorge und Deichbau gehören zu solchen Maßnahmen, die eine Anpassung an einen Klimawandel ermöglichen. Der Klimaschutz umfasst die Treibhausgas-Ausstoß-Verringerung in öffentlichen Räumen, in Privathaushalten, im Verkehr und in der landwirtschaftlichen und industriellen Produktion. Weiterhin geht es um Erhaltung oder Förderung der Naturbestandteile, welche das mengenmäßig wichtigste Treibhausgas Kohlenstoffdioxid als CO2-Senken aufnehmen. Ozeane, Flussaue, Sümpfe, Moore und andere Feuchtgebiete gehören dazu, wie auch boreale Wälder, Weinanbaugebiete oder tropische Regenwälder dazugehören. Individuelle Verhaltensänderung durch Aufklärung ist angesagt. Der Klimaschutz besteht aus internationaler und staatlicher Klimaschutzpolitik, und fordert makroökonomische Ausrichtungen und großtechnische Maßnahmen. Besonders betroffen sind die Industriestaaten, die vergleichsweise viel Energie konsumieren und dadurch entsprechend viele Verursacheranteile haben, wenn es um die weltweiten Treibhausgas-Emissionen geht. Klimaschutzkonferenzen finden in Wirtschaftsräumen statt und sind Bestandteile der Entwicklungen von regionalen Klimaschutzkonzepten. Kompetenzen können dadurch auf regionaler und kommunaler Ebene vereint werden. 1992 gibt es eine bis dahin international größte Konferenz über Entwicklung und Umwelt in Rio de Janeiro. Die Klimarahmenkonvention und multilaterale Umweltabkommen werden vereinbart. Die Agenda 21 soll auf lokaler und regionaler Ebene die Bemühungen zum Klimaschutz vorantreiben. 1997 ergänzt dieses das Kyoto-Protokoll, das nach der Stadt Kyōto in Japan benannt ist, in der das Treffen stattfindet. Das Ziel ist ein völkerrechtlich verbindlicher Klimaschutz, der ab 2005 zum ersten mal Zielwerte festlegt, bezüglich des Ausstoßes von Treibhausgasen, die in den Industrieländern erzeugt werden. 2011 sind 193 Staaten zusammen mit der Europäischen Union dem Kyoto-Protokoll beigetreten. Die USA und Kanada distanzieren sich davon, den jährlichen Ausstoß von Treibhausgas in den Industrieländern um 5,2 Prozent zu reduzieren, gegenüber den Messwerten, die 1990 gemessen wurden. Entwicklungsländer und Schwellenländer bleiben sowieso von bezifferten Reduktionszielen befreit. In Durban wurde 2011 auf der UN-Klimaschutzkonferenz beschlossen, das Kyoto-Protokoll ab 2013 zu verlängern. Die Dauer dieser zweiten Verpflichtungsperiode und ihrer Reduktionsziele sollen im Rahmen der 18. UN-Klimakonferenz, die 2012 in Katar stattfindet, festgelegt werden. Bis 2015 soll eine globale Post-Kyoto-Regelung erarbeitet werden, damit diese im Rahmen der 21. UN-Klimakonferenz verabschiedet werden kann. Ab 2020 soll der Vertrag wirksam sein. Die meisten Länder haben inzwischen die Klimarahmenkonvention, die die Vereinten Nationen 1992 als völkerrechtlich verbindlich ansehen, unterzeichnet. Es kann eine ernsthafte Störung im Klimasystem verhindert werden, wenn Verhandlungen über Treibhausgasemissionen und Reduktionszielen stattfinden, die das Kyoto-Protokoll verzeichnet. Die Regelungen gelten bis 2012. In diesem Jahr wird ein Nachfolgeregime gegründet.

Es sind bereits viele technische Optionen bekannt, die die Treibhausgasemissionen verringern können. Heutige Mittel zum effektiven Klimaschutz reichen bereits aus. Die Investitionen werden jedoch gehemmt durch die zur Zeit relativ unübersichtlichen Unkosten, die entstehen. Allerdings geht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung davon aus, dass bis 2050 der effektive Klimaschutz bis zu 200 Billionen US-Dollar durch die Vermeidung der Folgeschäden einspart. Windenergieanlagen oder Erneuerbare Energien sind im Klimaschutz die Hoffnungsträger. Da fossile Brennstoffe bei der Energieerzeugung innerhalb der Athmosphäre zur Anhäufung von CO2 führt, wird ein Umstieg angestrebt, der CO2-freie oder CO2-arme Energieträger unterstützt. Kernkraftwerke oder erdgasbetriebene Blockheizkraftwerke sind angesagt. Auch wenn diese Energiequellen nicht CO2-frei sind, würde die spezifische Freisetzung von CO2 deutlich reduziert. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Energieeffizienz bestehender Kraftwerke zu erhöhen, welche mit Brennstoffen bewirtschaftet werden, die fossil sind. Das betrifft besonders Länder wie China, das große Ineffizienzen hat. Chinas Kraftwerke haben eine Effizienz, die ungefähr 20 % unter dem technischen Stand liegt. Bis 2050 wird weltweit eine kohlendioxidfreie Energieversorgung, die vollständig regenerativ ist, als realistisch angestrebt. Das Tempo bei der Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien muss stark erhöht werden. Das Benutzen von Kernenergie als Klimaschutzbeitrag ist in der Bevölkerung und unter Wissenschaftlern umstritten. Störfallrisiken, bei denen Radioaktivität freigesetzt werden kann, und der Kohlendioxidausstoß, der durch den Urantransport von seiner Gewinnung an entsteht, und die radioaktive Abfalllagerung dienen als ernsthafte Kritikpunkte. Ab 2050 sollen Kernfusionsreaktoren marktreif sein, die Kernfusion benutzen. ITER soll dann die gleiche Menge thermischer Energie herstellen, wie er gleichzeitig verbraucht, ohne Strom zu erzeugen. Gleichzeitig wird das Verfahren erprobt und entwickelt, das zur Erbrütung des Brennstoffes Tritiums dient. Bestimmte Materialien werden gesucht, die für Reaktionsbehälter dienen, die stärkerer Neutronenstrahlung standhalten können. Eine großtechnische Lösung ist die interkontinentale kooperative Nutzung von Sonnenenergie. Vom Nahen Osten und aus Nord-Afrika soll Strom nach Europa über Hochspannungs-Gleichstromleitungen geleitet werden, der durch thermische Solarkraftwerke erzeugt wird. Das reichliche Angebot der Solarenergie, die auf weniger als 0,3 Prozent Wüste erzeugt wird, produziert genügend Trinkwasser und Energie für den wachsenden Bedarf der beteiligten Staaten. Ein Ende des Ausbaus von Öl-, Kohle- und Gaskraftwerken wird dadurch ermöglicht. Auch die vegane Ernährung kann dazu beitragen, dass der weltweite Kohlendioxidausstoß reduziert wird. Während bei der Rindfleischproduktion 6,5 Gramm Kohlenstoffdioxid freigesetzt werden, fallen bei einem Kilogramm frischem Gemüse nur 0,15 Gramm an.

 

UN-Klimakonferenz

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Die UN-Klimakonferenz (englischer Originaltitel United Nations Climate Change Conference, auch (Welt-)Klimagipfel oder Welt-Klimakonferenz) ist die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) der UN-Klimarahmenkonvention. Seit 2005 ist die Konferenz um das Treffen der Mitglieder des Kyoto-Protokolls ergänzt worden (Meeting of the Parties to the Protocol, CMP).